Nachfolgend eine Sammlung der vorliegenden Berichte über das Abschneiden der unterfränkischen Leichtathleten bei den bayerischen Hallenmeisterschaften in Fürth.

 

Bericht LG Karlstadt

Bericht TV Ochsenfurt

Bericht TG Kitzingen

Bericht Bad Kissingen

 

 

Medaillenflut für die LG Karlstadt-Gambach-Lohr bei Bayerischen Meisterschaften
Mit etlichen Medaillen und jede Menge Bestzeiten kehrte die LG Karlstadt-Gambach-
Lohr von den Bayerischen Hallen-Meisterschaften aus Fürth zurück: Einmal Gold,
zweimal Silber und dreimal Bronze lautete die Bilanz, zwei weitere Medaillen wurden
aberkannt.
Eifrigste Medaillensammlerin war einmal mehr Fabienne Kohlmann. Die 20-Jährige
siegte nach einem spannenden Rennen über 800m in 2:06.32 Sekunden knapp vor
Caroline Pilawa (LG Stadtwerke München). Selbst Vater und Trainer Andreas
Kohlmann hatte zwischenzeitlich leichte Zweifel: "Eingangs der letzten Kurve hatte
ich schon nicht mehr an den sieg geglaubt - aber es hat ja noch geklappt und auch
mit der Zeit bin ich sehr zufrieden!" Am Sonntag legte die Gambacherin über 200m
nach: Hinter Rebekka Eberle (TV Gunzenhausen) belegte sie in 25,13 sek (VL 25,06
sek) den zweiten Platz. Über 60m wurde Kohlmann in 8,01 sek (VL 7,99 sek) Fünfte,
knapp vor ihrer neuen Teamkollegin Judith Ritz, die in 8,04 Sekunden Siebte wurde.
Ähnlich erfolgreich wie ihre große Schwester war Corinne Kohlmann: Mit einer tollen
Leistungssteigerung über 400m auf 58,38 sek sicherte sich die 15-Jährige in der
weiblichen Jugend B die Bronzemedaille. Über die halb so lange Strecke wurde sie in
26,08 sek Vierte. Darüber hinaus führte sie die 4x200m-Staffel der LG als
Schlussläuferin zur Bronzemedaille. In 1:47,70 Sekunden musste sich das Quartett
bestehend aus Kohlmann, Maren Erdl, Amelie Hamm und Franziska Pfannes nur den
Staffeln von der Stg Obermain und dem MTV Ingolstadt geschlagen geben. Dabei
ging es überaus spannend zu: Alle drei Staffeln waren in unterschiedlichen Läufen
und am Ende fehlte den vier LG-Mädels 13 Hundertstel zur Silber- und 24 zur Gold-
Medaille.
Die zweite Silbermedaille für die Leichtathletikgemeinschaft ging auf das Konto von
Thomas Schnurr. Der Lohrer qualifizierte sich über 60m der männlichen Jugend B in
7,15 Sekunden darüber hinaus erstmals überhaupt für eine deutsche Meisterschaft.
Sein Trainingspartner Michael Fischer, zuletzt durch Oberschenkelprobleme
gehandicapt, wurde bei den Männern nach einem guten Rennen immerhin Dritter
über 200m (22,04 sek).
Mit dem gerinsten aller möhlichen Rückstände verpasste Neuzugang Christian Rasp
eine Medaille über 60m. Obwohl er sowohl im Zwischen- als auch im Endlauf seine
Bestzeit steigerte, stand er am Ende als Vierter in 6,87 Sekunden mit leeren Händen
da: Damit fehlten ihm im besten 60m-Finale bei bayerischen Meisterschaften seit
Langem eine Hundertstel zu Bronze und zwei zu Rang Zwei. Es siegte der
Siebtplatzierte der olympischen Spiele über 200m von Athen, Tobias Unger.
Darüber hinaus konnten sich etliche LG-Starter über tolle Steigerungen und
Bestzeiten freuen. Zwei Wehrmutstropfen gab es aber zu beklagen:
Zum einem wurde Thomas Schnurr der Sieg über 200m der männlichen Jugend B
aberkannt, weil er in der Kurve die Linie betreten hatte, was eine Disqualifikation zur
Folge hat. Ebenfalls nachträglich disqualifiziert wurde die 4x200m-Männerstaffel mit
Fischer, Michael Schnurr, Max Tatschner und Rasp, nachdem sie als Zweiter ins Ziel
gekommen war: Beim letzten Wechsel erfolgte die Staffelholzübergabe einen halben
Meter zu spät.
Viel Zeit den zwei Medaillen nachzutrauern, bleibt aber nicht: Bereits am kommenden
Wochenende stehen in Erfurt die süddeutschen Hallen-Meisterschaften auf dem
Programm. Fehlen wird in der thüringischen Hauptstadt allerdings Fabienne
Kohlmann. sie startet bei einem Länderkampf in Glasgow.


Glänzender Einstieg

Bei den Bayerischen Hallenmeisterschaften am 24.1.2010 in Fürth konnte Dominik Karl mit einem glänzenden Einstieg in die neue Saison 2010 aufwarten.

Er startete bei den A-Jugendlichen über 1500 m 4:04,22 Min. und lief in einem spannenden Rennen auf den 3. Platz. Dies bedeutete auch gleichzeitig neue Bestzeit, womit er übergangslos an die erfolgreiche Saison 2009 anknüpft.

Leicht wurde ihm dieser Erfolg nicht gemacht, da die Höchstadter Laufgruppe, u.a. mit dem amtierenden Bayerischen Hallenmeister über 800 m am Start war. Die Höchstädter führten auch mit einer Dreiergruppe das Rennen an und es schien klar, dass alle drei das Treppchen besteigen werden. Doch da war noch die letzte Runde, in der Dominik alle Kräfte mobilisierte und in einem fulminanten Entspurt bis auf eine Sekunde an den Zweitplatzierten heranlief und sich den dritten Platz erspurtete.

Damit beendet er aber auch schon die Hallensaison und wir sich Mitte Februar im Cross seiner Altersgruppe stellen. Die Bayerischen Crossmeisterschaften finden am 21.2. in Ruhstorf statt. Dort werden auch seine neuen Vereinsgefährten mitlaufen.


Zwei Kitzinger Rohdiamanten
Steffi Krämer und Tobias Fischer holen in Fürth Gold und Silber
Bei den bayerischen B-Jugendmeisterschaften in Fürth erzielten die Leichtathleten der TG Kitzingen sehr gute Ergebnisse. Tobias Fischer und Steffi Krämer landeten in ihren Disziplinen auf dem Podium und holten die Silber- und Goldmedaille nach Kitzingen (wir berichteten).

Für die beiden Talente war der Ausgang des Wettbewerbes überraschend und gleichzeitig der bislang größte Erfolg ihrer noch jungen Karriere. Tobias Fischer, 16-jähriger Schüler des Armin-Knab-Gymnasiums in Kitzingen, verbesserte in Fürth seine persönliche Bestzeit über 60-Meter-Hürden von 8:51 auf 8:40 Sekunden und belegte damit hinter Sebastian Barth (LG Würm Athletik) Platz zwei. Gemeldet war er für die Meisterschaften mit der drittbesten Zeit aller Teilnehmer. „Tobias zeigte sich verbessert“, lobte seine Trainerin Christine Henneberger. „Talent hat er“, so die 49-jährige Betreuerin, „er muss jetzt intensiv trainieren, dann kann man viel von ihm erwarten.“

Fischer besucht die 11. Klasse und wird 2011 sein Abitur ablegen. Danach möchte er gerne Medizin studieren. In sportlicher Hinsicht hat er auch noch viel vor. Im August stehen in Ulm die deutschen Meisterschaften an. „Da will ich in den Endlauf kommen“, gab der Schüler als Ziel aus. Also unter die ersten acht. Allerdings geht es dann über 110m-Hürden, was ungleich schwerer ist. Mit zehn Jahren kam er einst zur TG Kitzingen. Davor spielte er in Buchbrunn Fußball, blieb aber bei der Leichtathletik hängen, weil es ihm „einfach Spaß macht“. Fünf mal trainiert er in der Woche. Neben den drei Einheiten im Verein steht nun auch noch Krafttraining an.

Für Furore sorgte seine Vereinskollegin Steffi Krämer. Sie ist eigentlich noch für die A-Schülerinnen startberechtigt, nahm aber in Fürth bei den B-Jugendmeisterschaften teil –und holte die Goldmedaille. „Es war schon ein gutes Gefühl bei den älteren zu gewinnen“, sagte die 14-jährige Schülerin des Gymnasiums Marktbreit, die vor zwei Jahren zu den Leichtathleten der TGK kam. Im 60-m-Sprint siegte sie mit neuer persönlicher Bestzeit in 7:81 Sekunden. „Das war eine gigantische Leistung von ihr“, freute sich Trainerin Christine Henneberger. Der Erfolg war nicht nur aufgrund ihres Alters überraschend. Vor einiger Zeit kugelte sich die Marktstefterin beim Handball die Schulter aus und konnte deshalb sehr wenig trainieren. „Ich bin ohne Erwartungen in den Wettbewerb, weil ich eben noch Probleme mit der Schulter habe“, erklärte die Marktstefterin. Der Arzt habe ihr geraten, kein Handball mehr zu spielen. An dessen Empfehlung wird sie sich wohl auch halten. Was für den TV Marktsteft von Nachteil sein könnte, kann zum Glücksfall für die TGK werden. Denn Steffi Krämer „ist ein Riesentalent“, sagt Christine Henneberger, „wenn alles passt und sie dabei bleibt, kann man eine Menge erwarten.“

Anfang Februar steht der nächste wichtige Wettbewerb an: die Nordbayerische Meisterschaft der A-Schüler. Das Ziel ist klar: „Gewinnen!“, so die ehrgeizige Sprinterin, die zwei mal pro Woche trainiert. Ihr Ziel für die Zukunft? „Einmal zur deutschen Meisterschaft gehen und da eine gute Platzierung erreichen.“

Quelle: Main-Post


Ivane Antonovs weiter Satz zum Bayern-Titel
Bad Kissinger bayerischer Jugend-B-Meister im Dreisprung – Hergenröther läuft Bestzeit

(nürn) Ivane Antonov vom TSV Bad Kissingen wurde bei den bayerischen Leichtathletik-Hallenmeisterschaften seiner Favoritenrolle voll und ganz gerecht und gewann den Landestitel im Dreisprung der Jugend B. Teamgefährtin Isabell Hergenröther lief mit starker Zeit auf Rang vier über 400 Meter.

Ivane Antonov ließ sich im Dreisprung-Wettbewerb der Jugend B auch nicht vom starken ersten Versuch des Kirchheimers Tobias Anderl schocken. Der landetet erst bei 13,32 Meter in der Sandgrube und sprang damit exakt soweit, wie der Bad Kissinger bei seiner persönlicher Bestleistung vor zwei Wochen. Antonov hatte jedenfalls in seinem ersten Versuch sogleich die passende Antwort parat. Nach „Hop“, „Step“ und „Jump“ – so bezeichnet man die drei unmittelbar aufeinander folgenden Sprünge im Dreisprung – wurden für den 15-Jährigen Gymnasiasten unglaubliche 13,69 Meter gemessen. An diese Klasseweite kam keiner mehr heran und so feierte der TSVler seinen ersten bayerischen Titel bei der Jugend B.

Der bayerische Landestrainer Roland Fleischmann traut Ivane Antonov in der Freiluftsaison sogar Weiten jenseits von 14 Metern zu. Sollte ihm dies gelingen, könnte er in seinem ersten B-Jugend-Jahr sogar um die Podestplätze bei der Deutschen mitspringen. Am zweiten Wettkampftag stellte sich Antonov dann noch dem Weitsprungwettbewerb. Mit 6,17 Meter erzielte er auch hier eine längst fällige Bestleistung und wurde Fünfter.

Isabell Hergenröther, ebenfalls aus der Talentschmiede des TSV Bad Kissingen, musste sich über 400 Meter der Jugend B mit dem undankbaren vierten Rang trösten. In einem äußerst stark besetzten Wettbewerb lief sie in 58,94 Sekunden jedoch eine Klassezeit und verbesserte ihren Hausrekord um rund eine halbe Sekunde. Die 15-Jährige Realschülerin hätte vielleicht besser bei den Frauen antreten sollen. Denn mit ihrer Zeit über die zwei Stadionrunden wäre sie bei den Aktiven locker auf den zweiten Platz gelaufen. Auch am zweiten Tag der Meisterschaften wusste Hergenröther zu überzeugen. Sie gewann ihren Zeitendlauf über 200 Meter in guten 26,45 Sekunden und belegte damit in der Gesamtwertung den sechsten Rang.
Wiedererstarkte Wenzke

Nicht ganz zufrieden dürfte Lisa Hofmann vom TSV Bad Kissingen mit ihrem Auftritt über 800 Meter bei den Frauen gewesen sein. Die Jugendliche, die schon vor zwei Jahren die vier Hallen-Runden in immerhin 2:13 Minuten bewältigt hatte, lief das Rennen viel zu passiv. Sogar die wiedererstarkte Julia Wenzke vom TSV Münnerstadt ging eingangs der letzten Runde an Hofmann vorbei. Während ganz vorne Fabienne Kohlmann (LG Karlstadt-Gambach-Lohr) und Karolin Pilawa (LG Stadtwerke München) den Sieg in starken 2:06 Minuten unter sich ausmachten, war die Bad Kissingerin damit beschäftigt, wenigstens noch Wenzke abzufangen. Für Hofmann war der sechste Rang in 2:21,21 Minuten eine kleine Enttäuschung, während die „Mürschterin“ mit Rang sieben und 2:22,14 Minuten auf dem besten Wege ist, wieder an alten Zeiten anzuknüpfen.

Der TSV Münnerstadt hatte bei den Titelkämpfen in Fürth auch wieder eine 4x200 Meter Frauen-Staffel aufgeboten. In der Besetzung Barbara Schneider, Michaela Feldle, Eva Wilm und Julia Wenzke wurde das Quartett in 1:50,41 Minuten Siebte.

Anton Vorrat vom FSV Hohenroth lief im Vorlauf über 60 Meter Hürden starke 8,96 Sekunden und stand damit im Finale der besten Acht. Dies war auch das Ziel des Neu-Hohenrothers, der noch dem jüngeren B-Jugend-Jahrgang angehört. Im Endlauf wurden für ihn als Siebtem 9,01 Sekunden gestoppt. Dominik Abert vom VfL Sportfreunde Bad Neustadt hatte sich für die Titelkämpfe im Sprint über 60 Meter qualifiziert. In 7,65 Sekunden gelang ihm sogar eine neue persönliche Bestzeit, die für das Erreichen des Halbfinales allerdings nicht reichte.

Quelle: Main-Post